Zeitz, Jana Friederike
Jana Friederike Zeitz, M.Sc. Geography
(area of specialisation: Urban and Regional Development Management)

Studied Geography with specialisation on Urban and Regional Development at the Department of Geography, Ruhr University Bochum.
Research interests:
- The right to the city
- Social and spatial inequality
- Urban and neighbourhood development planning
- Housing market and allocation strategies
Contact:
Phone: + 49 (0) 231 9051-244
E-Mail: jana.zeitz@ils-research.de
Dr. Lea Fischer (ILS) erhält den JRF-Dissertationspreis 2026: Auszeichnung für herausragende Forschung zu Bürgerbeteiligung und Planungskultur
Dr. Lea Fischer vom JRF-Institut ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ist mit dem JRF-Dissertationspreis 2026 ausgezeichnet worden. Die feierliche Preisverleihung fand am 13. April 2026 bei der Jahresfeier der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) in Düsseldorf statt. Überreicht wurde der mit 2.000 Euro dotierte Preis von Raphael Tigges MdL, dem Vorsitzenden des JRF-Kuratoriums.
Ausgezeichnet wurde Dr. Fischer für ihre Dissertation „Die Erwartungen hinter Bürgerbeteiligung. Planende Verwaltungen und die Konstruktion der Bürger:innenrolle in Planungsprozessen“. Als Mitarbeiterin des JRF-Instituts ILS in Dortmund verfasste sie die mit der höchsten akademischen Auszeichnung „summa cum laude“ bewertete Arbeit an der RWTH Aachen.
In ihrer Dissertation untersucht Dr. Fischer, wie kommunale Planungsprozesse durch Erwartungen, Rollenbilder und Vorstellungen über Bürgerbeteiligung geprägt werden. Die Arbeit zeigt, dass das Gelingen demokratisch legitimierter Planung nicht allein von formalen Verfahren abhängt, sondern wesentlich auch von den impliziten Annahmen, mit denen Verwaltungen Beteiligung gestalten.
Besonders hervorzuheben ist der inter- und transdisziplinäre Ansatz der Dissertation. Dr. Fischer verbindet Planungswissenschaft, Organisations- und Demokratietheorie mit empirischer Forschung und richtet den Blick gezielt auf kleinere und mittelgroße Kommunen. Damit rückt sie einen Bereich in den Fokus, der für die Planungspraxis in Deutschland besonders relevant ist, in der Forschung bislang jedoch weniger Beachtung gefunden hat.
Die Dissertation überzeugt durch theoretische Schärfe, methodische Qualität und hohe Praxisrelevanz. Ein besonderer Mehrwert liegt im Transfer: Mit einem intervenierenden Planspiel schafft Dr. Fischer einen konkreten Zugang für die Verwaltungspraxis und eröffnet Möglichkeiten für Reflexion, Lernen und Veränderung.
Aus Sicht der Auswahljury des JRF-Kuratoriums verbindet die Arbeit wissenschaftliche Exzellenz mit hoher gesellschaftlicher Relevanz in besonderer Weise. Sie setzt einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung von Planungskultur, Bürgerbeteiligung und kommunaler Handlungsfähigkeit in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Zugleich greift sie zentrale Fragestellungen des JRF-Leitthemas „Städte & Infrastruktur“ auf.
Die Auszeichnung wurde im Beisein zahlreicher Wegbegleiter*innen. Anwesend waren neben Familie und Freunden auch die Leitung des ILS sowie die Erstbetreuerin und Dekanin der RWTH Professorin Agnes Förster.
Die Meldung basiert auf der Meldung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft.
Kurz und kompakt: Die Preisträgerin stellt ihre Disseration vor
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More InformationImpressionen der Preisverleihung

© JRF e.V.
Preisträgerin Dr. Lea Fischer mit Raphael Tigges MdL © JRF e. V.

© JRF e. V.

Preisträgerin Dr. Lea Fischer mit Kolleg*innen des ILS © JRF e. V.
Städtebauliches Kolloquium Sommer 2026: Stadtbaustein Wissen – Vom Wissensraum zum Stadtraum und umgekehrt

© städtebau
Das Leben in Städten und Regionen verändert sich und Städte werden zunehmend als wissensbasierte Systeme verstanden. Dort entscheiden Kompetenzen und Innovation über die wirtschaftliche, räumliche und soziale Entwicklung. „Wissen“ ist somit ein zentraler „Rohstoff“, dessen Bausteine in der Stadt an vielen Stellen ablesbar sind.
Die etablierten Wissensbausteine des urbanen Raums wie Hochschulen, Forschungsstätten und Bibliotheken prägen die Gestalt und Funktionalität von Quartieren, Städten und Regionen. Während diese in Konkurrenz treten um junge Talente und innovative Unternehmen, stehen sie gleichzeitig vor den Herausforderungen sich nachhaltig, kompakt, attraktiv und integrativ zu entwickeln.
Wie kann Stadtumbau also gelingen? Und welche Rolle nehmen Institutionen, wie Universitäten dabei ein? Zu diesen Fragen möchte das Städtebauliche Kolloquium den Diskurs eröffnen.
Alle Veranstaltungen finden im Foyer des Reiff Museums in Aachen statt und beginnen jeweils um 18 Uhr.
Termine
Dienstag, 5. Mai 2026, 18 Uhr
Vortrag
Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Lehrstuhl und Institut für Städtebau, RWTH Aachen
Dipl.-Ing. Geva Aschoff, Dezernat 10.0 RWTH Aachen
> Begrüßung und Einführung in das Thema
Prof. Dr.-Ing. Thomas Weith, ILS Dortmund
> Von Menschen und Orten: Altes und neues Wissen aus der Stadt für die Stadt
Prof. Dr.-Ing. Thorsten Erl, Universität Siegen
> Neue Bildungs- und Wissensräume braucht das Land
Input
Angelina Strauff M. Sc. RWTH, ingenhoven associates GmbH, Düsseldorf
> Wissensbaustein des Fraunhofer IEG am Büchel in Aachen
Kommentatoren/Diskussionsrunde
Sebastian R. Möller, RWTH Aachen Campus GmbH
Thomas Hissel, Dezernent Stadt Aachen
Prof. Dr. Doris Klee, Initiative Aachen
Moderation
Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher
Dienstag, 16. Juni 2026, 18 Uhr
Vortrag
Yasmin Kherad, Herzog & de Meuron, Berlin/Basel (angefragt)
>The BOX Hannover – Vom Warenhaus zum Multifunktionsbaustein
Klaus-H. Petersen, ppp architekten + stadtplaner gmbh Hamburg/Lübeck
>Lübeck – vom Kaufhaus zum Bildungshaus
Input
Katharina Niesing, Masterabsolventin RWTH
> Räume für Ausbildung & Handwerk in der Stadt
Kommentatoren/Diskussionsrunde
Henrik Schumann, Stadtbaurat Siegen (angefragt)
Erik Lierenfeld, Bürgermeister Stadt Dormagen (angefragt)
Markus Sporer, CROSS Architecture Aachen/Amsterdam
Dominik Stollenwerk, Nachhaltiges Gebäudemanagement, RWTH Aachen
Caner Telli, M. SC. RWTH
Moderation
Prof. Dr.-Ing. Thomas Weith, ILS Dortmund
Dienstag, 7. Juli 2026, 18 Uhr
Vortrag
Carla Jung-König, Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung Heidelberg
> Heidelberg – Knowledge Pearl zwischen Tradition und Innovation
Ulf Richter, Kanzler der Universität Duisburg-Essen
> Masterplanung für eine zukunftsfähige und nachhaltige Hochschullandschaft
Input
Hanna Potulski, M. Sc. RWTH, Lehrstuhl für Städtebau
> Vom Campus zum Quartier – urbane Wissensräume für die Stadt von morgen
Kommentatoren/Diskussionsrunde
Frauke Burgdorff, Stadtbaurätin Aachen (angefragt)
Ute Willems, Niederlassungsleiterin BLB NRW (angefragt)
Dr. Julia Backhaus, HumTec, Living Lab Incubator (LLI)
Dr. Friederike Fugmann, Initiative Aachen e.V.
Moderation
Jens Imorde, Netzwerk Innenstadt NRW, Münster
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der RWTH Aachen.
Veranstalter
- RWTH Aachen, Fakultät Architektur, Lehrstuhl und Institut für Städtebau
- ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung
- Netzwerk Stadtentwicklung NRW
- Initiative Aachen e.V.
- Aachen Fenster e.V.
mit Unterstützung von:
- Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V. www.srl.de
- Informationskreis für Raumplanung, IfR e.V.
Städtebauliches Kolloquium Sommer 2026: Neue Wissensräume als Motor für Stadtentwicklung
Die Veranstaltungsreihe „Städtebauliches Kolloquium“ an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen will im Sommer 2026 den Diskurs über die Bedeutung und Entwicklung von neuen Konzepten der wissensbasierten Stadtentwicklung anregen. Die erste von insgesamt drei Veranstaltungen stellt am 5. Mai „Neue Wissensräume als Motor für Stadtentwicklung“ in den Fokus. ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith ist mit dem Vortrag „Von Menschen und Orten: Altes und neues Wissen aus der Stadt für die Stadt“ im Programm vertreten. Zum Kolloquium
AccessCity4All-Workshop: Ergebnisse und Empfehlungen für Münster

© Michael Möller/Stadt Münster
Diskussion und Weiterentwicklung im Rahmen unseres Forschungsprojekts zur 15-Minuten-Stadt
7. Juli 2026
16:30 –19:00 Uhr
Rotunde im Stadthaus 3 (6. Etage)
Albersloher Weg 33, Münster
Wir laden Sie ein, am 7. Juli 2026 gemeinsam mit uns zentrale Ergebnisse des Projekts für Münster zu diskutieren und darauf aufbauende Handlungsempfehlungen weiterzuentwickeln.
In unserem Forschungsprojekt haben wir die Zufriedenheit mit Mobilität und Erreichbarkeiten in mehreren Stadtteilen per Online-Befragung und Walk-Along-Interviews untersucht. Als transdisziplinäres Forschungsprojekt ist es uns ein besonderes Anliegen, sowohl Bürger*innen als auch lokale Akteure aus unterschiedlichen Bereichen wie der Stadt- und Verkehrsplanung, Verbänden, Interessensvertretungen und verwandten Ausschüssen einzubeziehen.
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Anmeldeschluss ist am 22. Juni 2026.
Zum Projekt
Im europäischen Forschungsprojekt AccessCity4All wird seit 2024 das Konzept der 15-Minuten-Stadt näher erforscht. Dabei liegt der Fokus auf der Unterstützung aktiver Mobilität in verschiedenen Stadtvierteln für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Dafür werden die Erreichbarkeit und das Mobilitätsverhalten in fünf Städten untersucht. Neben Workshops umfasst der Methoden-Mix Walk-Along-Interviews, stadtweite Erreichbarkeitsberechnungen und eine große Online-Befragung. So sollen Vorteile und potenzielle Grenzen des Konzepts der 15-Minuten-Stadt untersucht und praxisrelevante Ergebnisse erzielt werden.
AccessCity4All wird im Rahmen des mehrjährigen internationalen Driving Urban Transitions Programms (DUT) gefördert, an dem sich die EU und verschiedene Länder als Fördergeber beteiligen. Die ILS Research gGmbH aus Dortmund wird durch das BMFTR gefördert. Sie ist Partner im internationalen AccessCity4All-Projektkonsortium, das von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Wien) koordiniert wird. Darüber hinaus gehören dem Konsortium die Universitäten Lissabon (Portugal), Groningen (Niederlande) und Gazi (Türkei) an. Außerdem umfasst das Projektkonsortium die assoziierten Städtepartner Wien, Münster, Groningen, Lissabon sowie Ankara mit Çankaya und Keçiören.
Kontakt
Dr. Janina Welsch
Telefon: +49 (0) 231 9051-274
E-Mail: janina.welsch@ils-forschung.de
Publikation: Fragile Behausungen
Dr. Lea Fischer und Dr. Michael Kolocek haben einen Fachaufsatz veröffentlicht, in dem sie Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt MaBIs (Marginalisierte Bevölkerungsgruppen und die solidarische Innenstadt) präsentieren. Aus einer raumwissenschaftlichen Perspektive diskutieren sie verschiedene Dimensionen informeller Arbeitstätigkeiten, etwa den Verkauf von Straßenmagazinen, das Betteln oder das Pfandsammeln. Der Aufsatz ist einer von über 40 Beiträgen in dem mehr als 800 Seiten umfassenden Sammelband von Frank Sowa und seinem Herausgeber*innenteam. Aus unterschiedlichen Perspektiven widmen sich die Autorinnen und Autoren den Lebenswirklichkeiten von Menschen, die in fragilen Behausungen leben. Der Band ist Open Access erhältlich. Mehr…





