Urbanen Wandel verstehen, urbanen Wandel gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
Innovationskongress NRW: Wirtschaft trifft Wissenschaft
Wie können innovative Geodaten die Klimaanpassung in Städten unterstützen? Beim Innovationskongress NRW am 8. Oktober in Düsseldorf zeigte das ILS anhand des Forschungsprojekts CATCH4D, wie Forschungsergebnisse zur Erreichung der Klimaziele beitragen können. Das Projekt und die darin entwickelte 3D-Wärmelandkarte wurden sowohl in der Ausstellung als auch im Kongressprogramm vorgestellt. Mehr…
Wissenschaft im Wirtshaus: Über dritte Orte an einem dritten Ort
Neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz gibt es einen weiteren informellen Ort der Zusammenkunft: den „Dritten Ort“. Bei der neuesten Ausgabe von „Wissenschaft im Wirtshaus“ im Restaurant Gdanska in Oberhausen entstand daraus eine lebhafte Diskussion. Begleitet wurde diese mit einem Impuls von ILS-Wissenschaftlerin Dr. Sabine Weck. Mehr…
Europäisches Forschungsprojekt STARTUP in Madrid
Vom 29. September bis zum 3. Oktober 2026 kamen die Partner*innen des europäischen Forschungsprojekts STARTUP in der spanischen Metropole Madrid zu ihrem nächsten internationalen Konsortiumstreffen zusammen. Nach den vorangegangenen Stationen in Stockholm, Dortmund und der Slowakei bildete die Tagung in der spanischen Hauptstadt, ausgerichtet von der Universidad Complutense de Madrid (UCM) gemeinsam mit dem kreativen Kollektiv Zuloark, eine maßgebliche Weichenstellung für die zweite Halbzeit des Projekts. Mehr…
Bayerische Flächensparoffensive – Veranstaltung in München
Flächensparende Siedlungsentwicklung war ein zentrales Thema bei der Veranstaltung „Zukunft entsteht vor Ort“ am 01. Oktober im Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. ILS-Wissenschaftlerin Dr. Angelika Münter hat dazu eine Keynote gehalten und die Erkenntnisse der ILS-Forschung aus den vergangenen Jahren, unter anderem aus dem Projekt MORO „Regionale Steuerung der Siedlungs- und Freiraumentwicklung“, vorgestellt. Zur Pressemitteilung
Jenseits der Kernstadt: ILS-Monitoring StadtRegionen nimmt Subzentren stärker in den Blick
Großstadtregionen bestehen längst nicht nur aus einer dominierenden Kernstadt und ihrem Umland. Gerade mittelgroße Städte im Einzugsbereich der großen Kernstädte spielen dabei eine besondere Rolle. Sie sind attraktive Wohnorte, bieten Arbeitsplätze und sind Versorgungszentren. Damit sind sie eigenständige Zentren und weit mehr als nur das „Umland“ der nächsten Großstadt. Das aktuelle Update des ILS-Monitorings StadtRegionen macht diese Unterschiede jetzt besser sichtbar. Die WebGIS-Anwendung veranschaulicht die räumliche Entwicklung der 33 größten StadtRegionen in Deutschland in langen Zeitreihen von bis zu 25 Jahren. Die Anwendung kann von allen Interessierten digital kostenlos genutzt werden. Mehr…
Publikationen
TIME/LESS. Sensing, Planning, Designing in Complex Cities and Regions
ILS-Wissenschaftler Stefano Cozzolino hat gemeinsam mit Christian Lamker von der Universität Groningen und Fabio Bayro Kaiser von der RWTH Aachen ein Themenheft in der Zeitschrift „Transactions“ verantwortet. Zeit ist eine entscheidende, jedoch oft zu wenig erforschte Dimension der Raumplanung. Dieses Themenheft knüpft an eine Konferenz aus dem Jahr 2024 in Aachen an, die von der AESOP-Themengruppe „Planning and Complexity“ organisiert wurde, und vereint Perspektiven, die Zeit und Komplexität als grundlegende Dimensionen des städtischen Wandels und der Stadtplanung miteinander verbinden. Ihr zentraler Beitrag besteht darin, aufzuzeigen, wie die explizite Auseinandersetzung mit zeitlichen Dynamiken die komplexitätsorientierte Planung bereichern kann, insbesondere unter Bedingungen von Unsicherheit und Nichtlinearität. Die Ausgabe beleuchtet dieses Thema anhand von drei miteinander verbundenen Dimensionen: Wahrnehmung, Planung und Gestaltung. https://doi.org/10.24306/TrAESOP.2026.02.002. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Towards regional land-use management: the design process of policy instruments for collective action
Die ILS-Wissenschaftler*innen Angelika Münter und Peter Stroms-van der Vlugt haben gemeinsam mit Kolleg*innen der TU Dortmund einen Artikel im „Journal of Environmental Policy & Planning“ veröffentlicht. Dieser untersucht am Fallbeispiel der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler, wie gemeinsame Problemdeutungen die Entwicklung interkommunaler Instrumente für nachhaltiges Flächenmanagement prägen. Aufbauend auf Theorien der Collaborative Governance zeigt das Paper, dass gemeinsam entwickelte informelle Instrumente wie ein regionales Dichtekonzept eine Wissensbasis schaffen und Planungskonflikte versachlichen. Sie eröffnen Möglichkeiten, Lösungen im Spannungsfeld zwischen der Schaffung neuen Wohnraums und dem Flächensparen regional aufeinander abzustimmen. Zugleich begrenzen kommunale Konkurrenz, fehlende Verbindlichkeit und zeitlich begrenzte Fördermittel die Umsetzung. Diese bleibt auf freiwillige Entscheidungen der einzelnen Kommunen angewiesen. Ohne dauerhaft institutionell abgesicherte Kooperationsstrukturen und Mechanismen zum Ausgleich von Kosten und Nutzen führt gemeinsam erarbeitetes Wissen deshalb nicht automatisch zu gemeinsamem Handeln. https://doi.org/10.1080/1523908X.2026.2740012. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Different measures, different vulnerabilities: A fine-scale spatial analysis of expenditure-based and multidimensional energy poverty in Dortmund, Germany
ILS researchers Hannaneh Jilanialshafty, Shaojuan Xu, and Bastian Heider, together with Frank Othengrafen (TU Dortmund University), have published an article in the journal ‘Energy Research & Social Science’. The article examines how different methods of measuring energy poverty influence which households and areas are identified as particularly vulnerable. Using Dortmund as a case study, the article compares three expenditure-based measurement methods with a multidimensional Energy Poverty Index. These findings show that measurement choice shapes not only where energy poverty is identified, but also which forms of vulnerability become visible to policy. Effective mitigation therefore requires differentiated, place-sensitive policies that integrate financial, social, housing, energy-use, and energy-system dimensions of vulnerability. https://doi.org/10.1016/j.erss.2026.104979. Further current selected papers can be found here.
Remote working and sustainable commuting across socio-spatial contexts: Interactions of distance, time and workplace accessibility
ILS-Wissenschaftler*innen aus der Forschungsgruppe „Mobilität und Raum“ haben einen Aufsatz in der Fachzeitschrift „Journal of Transport Geography“ veröffentlicht. Diese Studie untersucht, wie sich Homeoffice auf das Pendelverhalten in verschiedenen sozio-räumlichen Kontexten auswirkt, wobei der Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel mit der Pendeldistanz, der Pendelzeit und der Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel liegt. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, zu verstehen, wie Homeoffice das Verhältnis zwischen Arbeitsbedingungen und Mobilität verändert, um die Mobilitätswende zu fördern. https://doi.org/10.1016/j.jtrangeo.2026.104846. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Does High-speed rail influence the location decisions of knowledge-intensive firms in Germany?
Manuel Weiß, ehemaliger ILS-Wissenschaftler, und ILS-Wissenschaftlerin Angelika Münter haben gemeinsam mit Johannes Moser, Fabian Wenner und Alain Thierstein einen Artikel in der Fachzeitschrift „Tijdschrift voor Economische en Sociale Geografie“ veröffentlicht. Das Paper stellt heraus, dass eine gute Anbindung an den Hochgeschwindigkeitsbahnverkehr allein Bahnhofsumfelder noch nicht zu attraktiven Standorten für wissensintensive Unternehmen macht. Entscheidend ist das Zusammenspiel mit multimodaler Erreichbarkeit und vielfältigen urbanen Qualitäten. Das Paper entstand im Rahmen des DFG-Projekts „Brain Train? High-Speed Rail-Stationen als Kristallisationspunkte der Wissensökonomie“. https://doi.org/10.1111/tesg.70106. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Forum Stadtbaukultur: 7. Werkbund Regionale in Dortmund
In der Reinoldi-Gesamtschule Dortmund-Mengede findet am 28. September 2026 ab 18:30 Uhr das nächste Forum Stadtbaukultur statt. Die Veranstaltung trägt den Titel „7. Werkbund Regionale in Dortmund“. Der Deutsche Werkbund wirkt für ein qualitätvolles Gestalten der humanen Umwelt. Dieses Jahr setzt der Deutsche Werkbund NW mit der Reihe „Werkbund Regionale in Dortmund“ seine Vorstellung in NRW fort und präsentiert sich mit seiner Architekturhaltung im Forum Stadtbaukultur Dortmund. Inhaltlich knüpft die Veranstaltung an vorangegangene Termine an und beleuchtet erneut das wichtigste Zukunftsthema, den Bildungsbau. Mit der Reinoldi-Gesamtschule in Dortmund bildet der Tagungsort selbst das Schwerpunkthema des Abends. Mehr…
Wissenschaft im Wirtshaus
ILS-Wissenschaftlerin Dr. Sabine Weck ist am 6. Oktober zu Gast im Restaurant Gdanska in Oberhausen. Dort findet regelmäßig das Format „Wissenschaft im Wirtshaus“ statt. Dr. Sabine Weck wird einen Vortrag zum Thema „Dritte Orte“ halten. Neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz ist ein dritter Ort ein Treffpunkt wo Menschen sich begegnen. Das können Bibliotheken, Parks, Cafés oder ähnliches sein. Die Veranstaltung im Gdanska soll zeigen warum diese Orte für eine lebendige Stadtentwicklung wichtig sind. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Mehr…
CAIS-Forum 2026: Was macht die KI in unserer Nachbarschaft?
Das Center for Advanced Internet Studies (CAIS) fragt am 30. September 2026 in der Rotunde Bochum „Was macht die KI in unserer Nachbarschaft?“. Neben einer Podiumsdiskussion lädt auch das interaktive Format „Meet the Scientists“ zum Austausch über Künstliche Intelligenz in Verwaltung, Lokaljournalismus und Nachbarschaft ein. Mit dabei ist auch ILS-Wissenschaftler Simon Liebig. Weitere Informationen und Anmeldung
Auftaktveranstaltung Entsiegelungsinitiative.NRW – Entsiegelung aktiv umsetzen!
Am 17. September 2026 von 13:00 bis 15:00 Uhr stellen das LANUK und MUNV die Entsiegelungsinitiative.NRW online via Webex vor. Die Landesregierung verfolgt innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW das Ziel, die Bodenversiegelung bis 2030 im Vergleich zum Stand von 2024 zu reduzieren. Die Online-Veranstaltung gibt einen Überblick über vorhandene Instrument. Das ILS als Mitglied des Trägerkreis Allianz für die Fläche NRW unterstützt die Entsiegelungsinitiative.NRW. Mehr…
Forum Stadtbaukultur: Spaziergang im Dortmunder Hafenquartier
Mit der Entwicklung der Speicherstraße entsteht am Ostrand des Dortmunder Hafens ein neuer Zukunftsort. Auf 13,5 Hektar entsteht ein urbanes Quartier, in dem Arbeiten, Kultur, Gastronomie und öffentlicher Raum zusammenkommen, mit dem Ziel, einen lebendigen Nutzungsmix mit hoher Aufenthaltsqualität und nachhaltiger Ausrichtung zu schaffen. Der Stadtspaziergang wird durch das Hafenquartier führen, vorbei an interessanten fertiggestellten Projekten und Baustellen. Nach der Begrüßung und Einführung durch Birgit Niedergethmann, Leiterin Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes wird Arne van den Brink von der Dortmunder Wirtschaftsförderung zunächst durch die südliche Speicherstraße führen. Anschließend übernimmt Dominik Serfling von der d-port21 und erläutert die Entwicklungen entlang der nördlichen Speicherstraße. Mehr…




















