Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
Meilenstein im IMECOGIP-Projekt
Im Dezember 2025 wurde im Rahmen des IMECOGIP-Projektes das „Chinesisch-deutsche EnhancES Innovationsstudio“ in Qingdao eröffnet. Der lokale Praxispartner in Qingdao ist das Qingdao Surveying and Mapping Institute (QSMI). Unter anderem unterstützt das QSMI die Planung einer High-Tech-Entwicklungszone im Norden der Stadt, die nach den Prinzipien der Green City, Sponge City und CO2-neutralen Stadt entwickelt werden soll. Das in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum und dem ILS entwickelte Tool „EnhancES“ ist dort ab sofort fester Bestandteil in der Planungspraxis. Mehr…
100. Promovierenden-Kolloquium am ILS
Mit dem 100. Promovierenden-Kolloquium feierte das ILS am 13. Januar 2026 ein besonderes Jubiläum . Seit 2009 ist das regelmäßig stattfindende Kolloquium ein zentraler Baustein der Nachwuchsförderung am ILS und bietet Promovierenden einen Raum für Austausch, Diskussion und wissenschaftliche Weiterqualifizierung.Das Promovierenden-Kolloquium ist Teil der umfassenden Bemühungen des ILS, seine Promovierenden bestmöglich zu unterstützen. Dabei entstehen die meisten Promotionen im Zuge der Forschungsarbeiten am ILS. Neben dem Kolloquium werden die Promovierenden auch individuell begleitet, unter anderem über Promovierendenvereinbarungen und weitere Unterstützungsangebote. Zur Meldung
Identifikation als Motor? Städtebauliches Kolloquium diskutiert neue Formen des Stadtumbaus
Innovative Wege der Stadtentwicklung und des Stadtumbaus standen in diesem Wintersemester im Mittelpunkt des Städtebaulichen Kolloquiums an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen. Bei der letzten von insgesamt drei Veranstaltungen am vergangenen Dienstag ging es um die Frage, inwieweit die Identifikation in und mit Räumen diese Prozesse vorantreiben. Mehr…
Arbeiten im ILS: Studentische Mitarbeit in den Projekten „Agrarsysteme der Zukunft“ und „FoodConnectRuhr“
Die Forschungsgruppe Raumbezogene Planung und Städtebau sucht ab März diesen Jahres studentische Unterstützung in den Projekten „Agrarsysteme der Zukunft“ und „FoodConnectRuhr“. Beide Stellen umfassen jeweils 9 bis 12 Wochenstunden. Die zu bearbeitenden Themen umfassen die nachhaltige Transformation von Agrar- und Ernährungssystemen mit besonderem Fokus auf regionale Lebensmittelwertschöpfungsketten, zukunftsfähige Agrarsysteme, Stadt-Land-Beziehungen sowie Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Weitere Informationen zu den konkreten Aufgaben stehen in der Stellenausschreibung.
Fachwissen frei zugänglich machen
Die im oekom Verlag erscheinende Fachzeitschrift „Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning (RuR)“ geht auf ihrem goldenen Weg der Publikationspraxis den nächsten Schritt und wird ab 2026 als Diamond Open Access-Zeitschrift erscheinen. Diamond Open Access (OA) bedeutet, dass Publikationen oder Publikationsplattformen für alle Interessierten weltweit kostenlos zugänglich sind; für die Autor*innen fallen keine Kosten für die Publikation an. Damit setzt Diamond OA den Open Access-Gedanken konsequent um. Zur Pressemitteilung
Publikationen
The Reputation of Primary Schools—Rumours with Consequences for Segregation
ILS-Wissenschaftlerin Isabel Ramos Lobato hat gemeinsam mit Andreas Wettlaufer (Ruhr-Universität Bochum) einen Artikel in der Fachzeitschrift „Tijdschrift voor Economische en Sociale Geografie“ veröffentlicht. Aufbauend auf früheren Forschungen untersucht der Artikel anhand eines Mixed-Methods-Designs, wie der Ruf von Grundschulen in Diskursen in einem deutschen Stadtteil in Nordrhein-Westfalen entsteht und welche Rolle er bei der Schulwahl spielt. Es zeigt sich, dass der Ruf der lokalen Schulen im Gegensatz zu früheren Studien im Allgemeinen ihre Zusammensetzung widerspiegelt. Auch wenn dies nicht bedeutet, dass daraus tatsächlich verlässliche Rückschlüsse auf die Qualität einer Schule gezogen werden können, ist der Ruf ein sehr wichtiges Kriterium für die Schulwahl in allen sozialen Gruppen. Dennoch variieren die Wahrnehmungen einzelner Grundschulen je nach Bildungsabschluss der Eltern, was zur Schulsegregation beiträgt. https://doi.org/10.1111/tesg.70060. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Entrepreneurs’ ‘Triadic Spatial Paradox’: theorising the hybrid home‑based business workspace experience
ILS-Wissenschaftlerin Cornelia Tippel hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „International Small Business Journal: Researching Entrepreneurship“ veröffentlicht. Der Artikel beschäftigt sich mit der Bedeutung von Raum im Unternehmertum und entwickelt auf Grundlage der Erfahrungen von Home-Based Businesses (HBBs) das konzeptionelle Modell des ‚Triadic Spatial Paradox‘. Der Beitrag zeigt, wie sie ihre hybriden und sich wandelnden Wohn-/Arbeitsräume persönlich wahrnehmen, mit Bedeutung versehen und gestalten sowie wie sie die damit verbundenen raumbezogenen Spannungen und Paradoxien in ihrem Arbeitsalltag beschreiben. https://doi.org/10.1177/02662426251410801. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Belief-driven and socio-spatially effective? Transition pathways from car-oriented to car-reduced planning on the neighborhood scale
ILS-Wissenschaftlerin Annika Schröder hat gemeinsam mit Sina Steele von der Goethe-Universität Frankfurt einen Artikel in der Fachzeitschrift International Journal of Sustainable Transportation veröffentlicht. Die Entwicklung von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere trifft auf Strukturen und Denkmuster, die auf das Auto ausgerichtet sind. Diese stellen innovative Planungsstrategien vor Herausforderungen. Am Beispiel von Quartiersentwicklungen in Darmstadt, Bielefeld und Köln gehen die Autorinnen dem Transformationsprozess von autoorientierter zu autoreduzierter Planung auf den Grund. Basierend auf einem komplexen Zusammenspiel von Überzeugungsmustern und sozio-räumlichen Faktoren (materiell, institutionell, kulturell) leiten sie Varianten eines Planungswandels von autoorientiert zu autoreduziert ab. Sie zeigen zudem, dass es in der Praxis erfolgversprechend scheint, Planungsvisionen kontextspezifisch zu begründen, Experimentieren und Institutionalisieren zu kombinieren und Planungserfahrungen zu verbreiten. https://doi.org/10.1080/15568318.2025.2598440. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Segregation an Grundschulen und die Produktion von Ungleichheit
ILS-Wissenschaftlerin Isabel Ramos Lobato hat gemeinsam mit anderen Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift sub/urban veröffentlicht. Der vorliegende Beitrag untersucht am Beispiel einer Großstadt in NRW die Ursachen von Grundschulsegregation. In vielen deutschen Städten zeigt sich auf der Grundschulebene ein zum Teil gravierendes Ausmaß an Segregation. Dies ist problematisch, da insbesondere in der Grundschule zentrale Weichenstellungen für die soziale Mobilität und den sozialen Zusammenhalt erfolgen. Basierend auf einer Kombination quantitativer und qualitativer Daten zeigt die Analyse, wie räumliche, individuelle und institutionelle Faktoren sowie deren Wechselwirkungen zur Entstehung und Verstärkung von Schulsegregation beitragen, und verdeutlicht damit die Komplexität der Segregationsprozesse im Bildungssystem. Ein besseres Verständnis dieser Wechselwirkungen ist nicht nur aus wissenschaftlicher Perspektive unerlässlich, sondern auch, um Maßnahmen zur Linderung von Schulsegregation zielgerichtet einsetzen zu können. https://doi.org/10.36900/suburban.v13i2/3.1025. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Energy renovation challenges in dense low-income neighbourhoods with fragmented ownership: insights from Dortmund–Nordstadt, Germany
ILS-Wissenschaftler Stefano Cozzolino hat gemeinsam mit Lisa Haag einen Artikel in der Fachzeitschrift „Town Planning Review“ veröffentlicht. In politischen Dokumenten wird die energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden zunehmend als globale Priorität genannt, die auf lokaler Ebene umgesetzt werden muss. Dieser Artikel untersucht die Herausforderungen bei der Umsetzung solcher energieeffizienten Sanierungsstrategien in dicht besiedelten, einkommensschwachen Stadtvierteln, die durch eine hohe Fragmentierung des Eigentums gekennzeichnet sind. Mit Fokus auf die Dortmunder Nordstadt kombiniert die Studie die Analyse räumlicher Daten und Politikdokumente sowie die intensive Zusammenarbeit mit privaten Eigentümer*innen und kommunalen Akteur*innen. Es werden die spezifischen Perspektiven privater Akteur*innen untersucht und gleichzeitig weiterrgehende Schlussfolgerungen für die Stadtplanung gezogen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kontextsensitiver Ansätze und weisen auf das Potenzial von quartiersspezifischen, niedrigschwelligen Beteiligungsformaten hin, um Maßnahmen zu erleichtern. https://doi.org/10.3828/tpr.2025.37. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW: Programm veröffentlicht
Am 13. März 2026 findet unter dem Titel „Infrastrukturen – Herausforderungen in der Transformation“ die 25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW beim Regionalverband Ruhr in Essen statt. Das Programm der Konferenz ist nun fertiggestellt und veröffentlicht. Auch die Anmeldung ist ab sofort möglich. Mehr…
Städtebauliches Kolloquium Winter 2025/26: IDENTIFIKATION als Motor
Am 13. Januar 2026 findet die Abschlussveranstaltung „IDENTIFIKATION als Motor“ des Städtebaulichen Kolloquiums der RWTH Aachen statt. Moderiert wird die Veranstaltung im Foyer des Reiff Museums von ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith. Dr. Stefano Cozzolino, ebenfalls vom ILS, wir in seinem Input über die gesellschaftliche Relevanz der urbanen Schönheit sprechen. Mehr…
Forum StadtBauKultur: Werkzeuge für den Wandel – Digitale Ansätze für eine klimaresiliente Stadt
Immer deutlicher spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels. Auch digitale Werkzeuge können dabei helfen, den Wandel der Stadt mit Blick auf Klimaveränderungen zu begleiten. Diese stehen im Mittelpunkt des nächsten Forums Stadtbaukultur am 27. Oktober im Dortmunder Rathaus. Die ILS-Wissenschaftler*innen Dr. Shaojuan XU und Dr. Bastian Heider stellen dabei eine 3D-Wärmelandkarte des Dortmunder Stadtgebiets und eine 3D-Schattensimulationstool zur Analyse urbaner Hitzebelastung vor. Die Ergebnisse stammen aus dem Projekt CATCH4D. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Internetseite des Forums
Werkbund Regionale Dortmund
Am 29. September 2025 um 18.30 Uhr findet in der Aula des Fritz-Henßler-Berufskollegs in Dortmund das nächste Forum StadtBauKultur statt. Inhaltlich knüpft die Veranstaltung an vorangegangene Termine an und beleuchtet erneut das Zukunftsthema Bauen im Bestand. Mit dem Fritz-Henßler-Berufskolleg bildet der Tagungsort selbst das Schwerpunkthema des Abends. Der Dortmunder Werkbund Architekt Tilo Pfeiffer stellt die vorbildliche Sanierung des mehrfach national und international ausgezeichneten Bildungsbaus vor und lädt später zu einem Rundgang ein. Zuvor wird Professor Wolfgang Sonne von der Technischen Universität zum Umbau im Dortmunder Stadtbild referieren sowie Thomas Schmidt als Vorstand Deutscher Werkbund NW die „Doppelte Chance für die Bestandssanierung“ in Dortmund einordnen. Mehr…
Wissenschaftsjahr 2025: Themenabend Zukunftsenergie in Dortmund
Wie wichtig Energie ist, wurde zuletzt am massiven Stromausfall in Portugal und Spanien deutlich. Doch wie können sich Städte und ihre Bewohner*innen zukunftssicher aufstellen? Wie gelingt die Energiewende? Um diese Fragen geht es beim Themenabend zur Energiezukunft am Montag, 16. Juni, auf der Eventfläche TwentyOne der DEW21 in Dortmund. Die Stadt Dortmund veranstaltet ihn gemeinsam mit dem Projekt „Power2Change: Mission Energiewende“ sowie weiteren Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft im „Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie“. ILS-Wissenschaftlerin Sarah Friese ist als Expertin mit dabei. Infos und Anmeldung


















